Erziehungskonzept

Inhaltsverzeichnis:

  1. Vorwort
  2. Ziele
    1. Selbstbewusstsein und Selbständigkeit
    2. Kritikfähigkeit
    3. Sozialverhalten
    4. Vermeidung von geschlechtsspezifischem Verhalten
    5. Kreativität und Intelligenz
    6. Sexualität
    7. Schärfung des Umweltbewusstseins
  3. Neue Eltern - Neue Kinder

I. Vorwort

Die Kindertagesstätte (im folgenden "Kita") der Elterninitiative steht grundsätzlich jedem Kind offen, dessen Eltern die Ideen des Erziehungskonzeptes teilen und die Organisationsform der Kita mittragen.

Da die Erziehung in der Einrichtung nicht losgelöst von der Erziehung im Elternhaus geschieht, kommt der Zusammenarbeit zwischen Kita und Elternhaus eine besondere Bedeutung zu.

Durch die Einbindung der Eltern in die Organisation der Kita kommen persönliche Kontakte zwischen Eltern untereinander und zu den Erzieherinnen zustande. Wir streben eine Kooperation zwischen Elternhaus und Kita an, die dem Austausch von Informationen dient, sowie der Diskussion von bzw. Beratung in Erziehungsfragen.

Die regelmäßigen Elternabende gewährleisten Organisations- und Informationsmöglichkeiten und sind für eine pädagogische Zusammenarbeit notwendig und deshalb verbindlich.

Eine wesentliche Funktion der Tagesstättenerziehung ist die Ergänzung bzw. Erweiterung der Familienerziehung. Vor allem für das soziale Lernen ist das Leben in der Kindergruppe, als Ersatz für die Geschwistergruppe, für die Kinder wichtig.

Weiterhin bedeutet die Integration der Kinder in der Kita, dass sie zu mehr erwachsenen Personen einen engeren Kontakt aufbauen können.

Voraussetzung für eine Atmosphäre in der Kita, die den Kindern Geborgenheit und emotionale Sicherheit bietet, ist das Umgehen der Erwachsenen miteinander. In reger Zusammenarbeit von Eltern und ErzieherInnen entsteht eine das Kind anerkennende, freundliche Atmosphäre, welche von jedem einzelnen Elternteil und jeder Erzieherin mitgestaltet wird. Nur so kann die Kita zu einem zweiten „Zuhause“ für unsere Kinder werden, wenn nämlich die Kinder spüren, dass auch die Eltern die Institution akzeptieren und durch ihre Mitarbeit unterstützen.

II. Ziele

Grundlegendes Ziel unserer Kita ist es, "Kinder verschiedener sozialer Herkunft und mit unterschiedlicher Lerngeschichte zu befähigen, in Situationen ihres gegenwärtigen und künftigen Lebens möglichst autonom und kompetent denken und handeln zu können.".

Außerdem ist es unser Ziel, dass die Kinder Vertrauen in ihre eigenen Gefühle entwickeln, die Gefühle anderer akzeptieren lernen und soziales Verhalten einüben. Dies gilt für alle Altersgruppen gleichermaßen, wobei die Anforderungen je nach Alter und Entwicklungstand unterschiedlich sind.

Folgende Schwerpunkte der Erziehung sind im Weiteren ausgeführt:

1. Selbstbewusstsein und Selbständigkeit

Selbstbewusstsein heißt, dass Kinder sich anderen Kindern und Erwachsenen gegenüber eigenständig äußern können und sich für ihre eigenen Interessen einsetzen. Hierdurch lernen sie Kooperation und Konfliktfähigkeit.

Eine Voraussetzung, Selbstvertrauen und Selbständigkeit von Kindern aufzubauen, zu erhalten und zu stärken, ist, dass sie als eigenständige Persönlichkeiten angesehen werden, d.h. zum Beispiel, dass wir ihre Fragen ernst nehmen, wahrheitsgemäß und kindgerecht beantworten und Anregungen der Kinder aufgreifen.

Wir Erwachsenen verstehen uns als PartnerInnen der Kinder, die auch Unfähigkeiten oder Unwissen zugeben können. Die Kinder dürfen nicht mit ihrer Kindlichkeit gedemütigt werden durch Aussagen wir z.B.: "Du bist noch zu klein" oder "Das verstehst du ja doch noch nicht."

Ausserdem muss das geistige Selbstbewusstsein eines jeden Kindes durch Selbstvertrauen in die eigenen körperlichen Fähigkeiten ergänzt werden; zum Beispiel führt übergroße Ängstlichkeit oft dazu dass das Kind verunsichert wird und die eigenen Grenzen nicht kennenlernt und sich Selbstvertrauen nur unvollständig entwickeln kann.

Die in der Kita durchgeführten Angebote bieten den Kindern immer wieder Möglichkeiten, ihre körperlichen Fähigkeiten auszuprobieren und zu erweitern.

Darüber hinaus bieten die Räumlichkeiten, das Gelände und die Möglichkeit, zahlreiche Fahrzeuge zu benutzen und beherrschen zu lernen, optimale Bedingungen für die körperliche Entfaltung. Das Erlernen lebenspraktischer Fähigkeiten wie z.B. der Umgang mit Scheren, Kleber ect., oder das Wechseln von Kleidung, Schuhen usw. gehört zu den gängigen Anforderungen von Kindergartenerziehung. Da die Kleineren immer Größere als Vorbild haben, die das eine oder andere schon können, wird der Ehrgeiz zum Ansporn, und oft registriert die Kindergruppe Fortschritte von Einzelnen und belegt sie mit Lob und Unterstützung.

Wenn Fortschritte und Eigenleistungen gelobt und unterstützt werden, wird das Selbstvertrauen gestärkt und die Sicherheit für weitere Entwicklungsschritte aufgebaut.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für die kindliche Entwicklung ist die Möglichkeit, Emotionen zeigen zu dürfen und durch die Erwachsenen entsprechenden Rückhalt zu finden, d.h. dass die Kinder getröstet werden, wenn sie traurig sind; Hilfe bei Konflikten und in verfahrenen Situationen bekommen oder dass ihnen Grenzen gesetzt werden.

Zur Förderung von emotionaler Sicherheit und Selbstvertrauen der Kinder, halten wir "pädagogische Maßnahmen" wie Bestrafung und Beschämung für ungeeignet. Deshalb wird eine Bestrafung nur im äußersten Falle, z.B. bei wiederholten Verstößen gegen die eigene oder die Sicherheit anderer, als notwendig angesehen.

Als mögliche Bestrafung sehen wir an:

2. Kritikfähigkeit

Kritikfähigkeit äußert sich in der Fähigkeit, Sachverhalte und Personen nicht vorbehaltlos hinzunehmen, sondern eigene Fragen in die Auseinandersetzung mit anderen einzubringen. Ein derartiges Hinterfragen soll dazu beitragen, die Fähigkeit zur differenzierten Urteilsfähigkeit einzuüben.

Diese Fähigkeit setzt einen hohen Grad an Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl voraus, sowie die Bereitschaft, Kritik an der eigenen Person zuzulassen. Darauf wollen wir unsere Kinder bereits in der Kita vorbereiten.

Wir fördern die Kritikfähigkeit zum Beispiel durch Schärfen der Beobachtungsgabe und Verstärken von Wissbegier, d.h. die Kinder werden in ihrem Neugierverhalten unterstützt, auf ihre Fragen wird kindgemäß und sachlich geantwortet.

Selbstverständlichkeiten können in der Kita ins „Wanken“ geraten. Die vom Elternhaus bekannten und als selbstverständlich angesehenen, Normen und Regeln können in der Kindergruppe und im Umgang mit den ErzieherInnen eine Veränderung erfahren und erweitert werden.

Eigenen Meinungen begründen zu können ist eine gute Möglichkeit, Kritikfähigkeit zu üben. In Rollenspielen zum Beispiel lernen die Kinder, sich in die Rolle eines anderen hineinzuversetzen und dessen Standpunkt zu vertreten. Sie machen sich so für kurze Zeit den Blickwinkel einer anderen Person zu eigen und artikulieren bestimmte Meinungen oder tragen Konflikte argumentativ aus, wobei wir ihnen Hilfestellung geben, sofern die Kinder es wünschen.

Zur Förderung der Kritikfähigkeit unserer Kinder gehört aber auch das Zugeben eigenen Fehlverhaltens und die Annahme von Kritik durch andere.

3. Sozialverhalten

Der Eintritt in die Kita bedeutet für unsere Kinder, dass sie sich vermutlich erstmals in einer größeren Gruppe von Gleichaltrigen zurechtfinden müssen. Das erfordert die Einübung neuer Verhaltensweisen wie z.B. die Essensregel :`Bei Tisch unterhalten wir uns nur im Flüsterton` und möglicherweise die Infragestellung gewohnter Handlungsmuster, die mit dem Leben in einer Gruppe nicht vereinbar sind.

Dieser Lernprozess wird von den ErzieherInnen und Eltern angeregt und begleitet, indem wir die Kinder im Spiel experimentieren lassen, ihnen Hilfestellung geben, sich zurechtzufinden und ihnen auch Anregungen für Spiele (z.B. Kooperationsspiele) geben.

Ziele des sozialen Lernens sind:

  1. Kinder lernen sich selbst kennen, d.h. sie wissen um ihre eigenen Fähigkeiten, Möglichkeiten, Gefühle und Wünsche.
  2. Kommunikationsfähigkeit, d.h. die Kinder lernen, Gefühle und Interessen zu äußern, Erfahrungen und Beobachtungen mitzuteilen; wir möchten, dass sie fähig werden, anderen zuzuhören; dass sie lernen, auch nicht - verbale Symbole wie z.B. Stirnrunzeln zu verstehen, Kritik zu üben und Kritik zu ertragen.
  3. Interaktionsfähigkeit: wir möchten den Kindern helfen, selbstbewusst zu werden und sich in einen anderen hineinzufühlen, Vorurteile und ängste abzubauen, mit anderen Kindern in Kontakt zu treten, Fähigkeit zur Kooperation und Solidarität zu entwickeln, Regeln zu akzeptieren, Konflikte zu bewältigen und es ertragen zu können, wenn Wünsche nicht sofort erfüllt werden
  4. Aggressionen steuern: Anlass für Aggressionen im Kindergarten sind oft Streitigkeiten zwischen den Kindern. Beanspruchen z.B. zwei Kinder ein Spielzeug, das nur einmal vorhanden ist, kann dieser Konflikt aggressives Verhalten auslösen.

Ein solches Verhalten ist eine Möglichkeit, sich einem Problem anzunähern. Wichtig für die Kita - Erziehung ist es, Raum zu schaffen, in dem die Kinder den konstruktiven Umgang mit solchen Gefühlen einüben können.

Unterstützung erhalten die Kinder dadurch, dass wir sie z.B. anregen und anleiten, selbst nach Lösungen zu suchen, den Konflikt auszutragen. Dabei ist es wichtig, Alternativen zur körperlichen Kraft und Stärke zu bieten.

Auch wer sein Problem verbal lösen kann, ist stark.

Wir streben an, dass die Kinder gewaltfreie Formen der Konfliktbewältigung lernen. Dabei kann das Auftreten aggressiven Verhaltens Anlässe bieten soziale und demokratische Verhaltensweisen einzuüben. (z.B. Toleranz, Rücksichtnahme, Kompromisslösungen, Überzeugung des Partners).

Wir bieten den Kindern in Konfliktsituationen unsere Hilfestellung an, verfolgen jedoch dabei das Ziel, dass die Kinder ihre Probleme ohne Hilfe von Erwachsenen zu bewältigen lernen. So können z.B. auch andere Kinder oder die Gruppe die Rolle des Schlichters oder der VermittlerIn übernehmen.

 Wir greifen dann ein, wenn

Mögliche Ursachen für gehäuft auftretendes aggressives Verhalten eines Kindes können in vertrauensvollen Gesprächen zwischen ErzieherInnen und betroffenen Eltern besprochen werden. Auch ein Gespräch mit den Kita - Eltern ist u. U. erstrebenswert und sollte mit Offenheit geführt werden, um dort Lösungsmöglichkeiten des Problems zu entwickeln.

4. Vermeidung von geschlechtsspezifischem Verhalten

Unser Ziel ist, unabhängig vom Geschlecht, kompetente und für sich selbst urteilende Menschen zu erziehen. Die Kita kann in diesem Feld nur begleitend tätig werden, dazu erwarten ist, dass die Erfahrungen und das Vorbild in der Familie des jeweiligen Kindes insbesondere in dieser Frage eine entscheidende Rolle spielen. In der Kita werden die Kinder nicht in besonderer Weise aufgrund oder mit Rücksicht auf ihr Geschlecht beurteilt und behandelt. Alle Kinder werden ermutigt, Selbständigkeit, Konfliktbereitschaft, Durchsetzungskraft, Selbstbestimmung zu erproben und Gefühle zu äußern. Kinder, die zu schwach sind, ihre Interessen durchzusetzen, stärken wir in ihrer Position. Demgegenüber verweisen wir Kinder mit "mackerhaftem "Verhalten in ihre Grenzen.

5. Kreativität und Intelligenz

  1. Förderung der Kreativität
    Kreativität lässt sich mit folgenden Stichworten skizzieren:
  2. „schöpferische Fähigkeit“, schöpferisches Denken“, „produktives Denken“. Kreativität beschreibt neben dem Erkennen von Problemen das Finden neuer und origineller Lösungen. Auch die Phantasie ist von großer Bedeutung für alle schöpferischen Leistungen, da durch sie die Veränderung der Wirklichkeit ausprobiert wird. Kreativität fördert die Entfaltung von Persönlichkeitselementen, insbesondere das Selbstwertgefühl und verhilft bei bisher unbekannten Problemstellungen möglicherweise zum Auffinden bisher unbekannter Lösungswege. Kreativität bedeutet für uns nicht nur basteln, singen, Theater spielen. Kreativität findet sich im Denken und Verhalten wieder und bedeutet für uns auch Flexibilität und Aktivität. Somit ist für uns alles kreativ, was die Kinder aus sich heraus an Spielideen, Bastelideen, Problemlösungen, Verhaltensweisen entwickeln. Kreativität ist für uns der Schwerpunkt zu einer umfassenden Persönlichkeitsentwicklung voll Selbstvertrauen und Selbständigkeit.
  3. Förderung der Intelligenz
    Intelligenz ist die Voraussetzung, um lernen zu können. Sie wird selbst jedoch durch Lernprozesse beeinflusst. Außerdem wird sie durch Einflüsse der Umwelt mitbestimmt. Intelligentes verhalten beinhaltet die Fähigkeit, sich neuen Situationen anzupassen, bzw. Aufgaben mit Hilfe des Denkens zu lösen. Diese Fähigkeit kann mittels Lernen durch Erfahrung gefördert werden.
  4. Dabei unterscheidet man: die Erfahrung, die das Kind spontan und zufällig macht und das Herantragen von Erfahrungen an das Kind, die ausgehend von seiner Lebenssituation und Umfeld miteinbeziehend (situationsorientierter Ansatz).

Für die Kita ist es erstrebenswert, dass unsere Kinder aus sich heraus lernen. Unsere Aufgabe ist es, Fragen und Zusammenhänge gewissenhaft zu beantworten und Funktionsweisen verständlich zu erklären. Die Unbeantwortbarkeit von Fragen oder Unwissen sollte den Kindern gegenüber zugegeben werden. Märchenhafte Erklärungen werden Kindern nicht gerecht und können Vertrauen zerstören.

In der Kita wird dem engen Zusammenhang von Phantasieentwicklung und Entwicklung der Intelligenz viel Aufmerksamkeit geschenkt. Dieser Zusammenhang ist für Kinder einer der wichtigsten altersgemäßen Ansatzpunkte zur Förderung der Intelligenz und Grundlage jeder Kreativität.

6. Sexualität

Sexualität ist gesellschaftlich kein Tabuthema und darf es auch in der Kita nicht sein. Dies setzt jedoch eine natürliche und unvoreingenommene Haltung zur Sexualität voraus. Die Fragen der Kinder nach Schwangerschaft, Zeugung und Geburt werden wahrheitsgemäß und kindgerecht beantwortet, wie jede andere Frage auch. Außerdem soll die sexuelle Entwicklung der Kinder, die zu einer normalen Gesamtentwicklung notwendig ist, nicht mit Schamhaftigkeit belegt werden. Wir praktizieren in der Kita eine offene Einstellung zur Sexualität. Der lustvolle Umgang mit dem eigenen Körper und mit anderen Kindern soll möglich sein. Ein ungestörter Rückzug der Kinder ist erlaubt. Dem Bedürfnis nach Nacktheit wird in der Regel nachgegeben. Die Selbstbestimmung in der Sexualität ist dabei verbindliche Regel. Die Kinder sollten lernen, Grenzen zu setzen und Grenzen zu akzeptieren:

Diese sind wichtige Lernziele, die zu einer integren Persönlichkeit gehören, die sich auch gegebenenfalls gegen Übergriffe von älteren Kindern oder Erwachsenen zu helfen weiß.

7. Schärfung des Umweltbewusstseins

Durch die umweltbewusste Lebensweise im Alltag der Kita, z.B. Mülltrennung, Milch in Glasflaschen, gesunde Ernährung, Vermeidung bzw. Verwertung von Essensresten usw., lernen die Kinder einen sorgsamen Umgang mit ihrer Umwelt und üben wie selbstverständlich ökologische Lebensweisen ein.

Auch durch die Beschäftigungsangebote findet eine kindgerechte Auseinandersetzung mit unserer Umwelt statt. Als Beispiele können hier die Themen wie „Wasser“, „Wetter“, „Naturerfahrung“ genannt werden.

III. Neue Eltern - Neue Kinder

Es ist wünschenswert, dass das Kind - zusammen mit den Eltern - die gesamte Einrichtung langsam kennenlernt.

Dem "neuen" Kind soll ermöglicht werden, dass es den Übergang von der Familie in die Kita als eine Erweiterung seiner Möglichkeiten erfährt.

Es wird erleben, dass es sich entsprechend seiner Bedürfnisse und Interessen beschäftigen kann.

  1. An den Info-Nachmittagen lernen sie gemeinsam mit ihren Kindern die Kita kennen und können die Kinder gut auf den regelmäßigen Kita-Besuch vorbereiten.
  2. Die Eltern sollten die Aufnahme ihres Kindes als einen pädagogisch geplanten und überlegten Prozess betrachten.
  3. Sie sollten ihrem Kind - je nach Alter und Eingewöhnungsschwierigkeiten - Zeit für das Einleben in der Kita geben.

Erfahrungen zeigen, dass eine Neuaufnahme in die Kita Schwierigkeiten mit sich bringen kann, wenn:

 In der Regel läuft der Eingewöhnungsprozess eines Kindes folgendermaßen ab:

Die neuen Eltern sollten sich darüber bewusst sein, dass sie und ihr Kind maßgeblich den Zeitraum der Eingewöhnung beeinflussen können. Spürt ein Kind bei seinen Eltern große Vorbehalte der Einrichtung gegenüber, verzögert sich die Eingewöhnung oft so lange, bis die Vorbehalte bei den Eltern ausgeräumt sind. Ein verstärktes Zugehen der Erzieherinnen auf die Kinder unterstützt zwar den Eingewöhnungsprozess, aber Beziehungen brauchen Zeit, um zu wachsen. Die Eingewöhnung kann nur gelingen, wenn sie von den Eltern mitvollzogen wird.

Und - es kann nur noch mal gesagt werden, für die Kinder, die positive Vorbilder in ihren Eltern haben, wird auch die Eingewöhnung problemloser verlaufen. Auf der anderen Seite sollten die Eltern sich vorher schon damit auseinandersetzen, dass die Eingewöhnung in der Kita auch einen altersgemäßen Ablösungsprozess von den Eltern bedeutet.